11/08/2004 | Rückmeldung | PDF | drucken

Elfingen

Polit. Gem. AG, Bez. Brugg. In einer Mulde des Tafeljuras gelegen. 1245 Eolfingen. 1764 144 Einw.; 1850 265; 1900 217; 1950 199; 1980 165; 2000 240. Alemann. Gräber des 7. Jh. Sitz eines murbach., später habsburg. Fronhofs mit umfassenden Rechten. Ab 1460 unter bern. Landesherrschaft, der Landvogtei Schenkenberg zugehörig. Um 1550 wurde der Dorfbann abgegrenzt, 1614 wird ein Dorfmeier erwähnt. Die rom. Pfarrkirche, 1323 Leodegar geweiht, wurde im 16. Jh. abgetragen und nach Bözen verlegt. Die Kirchgem. umfasste Bözen, Effingen, Zeihen (bis 1528), Linn (bis 1649) und Densbüren (1528-1642). Das Pfarrhaus stand bis 1824 in E., nachher in Bözen. Spätestens ab 1720 verfügte E. über eine eigene Schule. 1760 wurde das Armengut aus Weinmosterträgen gespiesen. Bis ins 19. Jh. dominierte Landwirtschaft, v.a. Viehhaltung, daneben Ackerbau, Reben und Obst. Ab dem 18. Jh. brachte Heimarbeit (Baumwolle) zusätzl. Verdienst. 1932-47 erfolgte die Güterregulierung. Im Jahr 2000 war ein Viertel der werktätigen Bevölkerung im 1. Sektor tätig.


Literatur
– A. Rohr, «Die vier Murbacherhöfe Lunkhofen, Holderbank, Rein und E.», in Argovia 57, 1945, 1-219
– W. Linder, 750 Jahre E., 1995

Autorin/Autor: Felix Müller