17/10/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Effingen

Polit. Gem. AG, Bez. Brugg. Strassendorf an der Westflanke des Bözbergs mit dem Weiler Chästel und Einzelhöfen. 1284 Efingen. 1764 265 Einw.; 1850 504; 1900 431; 1950 395; 1980 403; 2000 632. Ausgrabung einer hochma. Kapelle im Dorf mit zugehörigem Friedhof (vermutlich alemann. Gräber). E. gehörte zum Hof Elfingen, ab 1460 zum Gericht Bözen der bern. Landvogtei Schenkenberg. Um 1550 wurde der Dorfbann abgegrenzt, 1614 werden Geschworene als dörfl. Beamte erwähnt. Kirchlich gehörte E. zur Pfarrei Elfingen bzw. ab ca. 1600 zu Bözen. Spätestens ab 1684 bestand in E. eine Schule. Bis ins 19. Jh. herrschte Landwirtschaft mit Weinbau vor, im 18. Jh. brachte die Heimarbeit (Baumwolle) zusätzl. Verdienst. Vom Verkehr am Bözberg, der seit der Römerzeit kontinuierlich begangen wurde, profitierte ab dem 13. Jh. eine Taverne; Vorspanndienste waren eine weitere Einnahmequelle für die Bevölkerung. Ein Karrgeleiseweg wird im Volksmund als "Römerstrasse" bezeichnet. 1777-79 wurde eine neue Strasse gebaut, 1875 die Eisenbahnstation in Betrieb genommen, 1996 die Autobahn A3 fertiggestellt. Seit ca. 1980 herrscht in E. rege Bautätigkeit. 2000 stellte der 3. Sektor rund zwei Drittel der Arbeitsplätze in E.


Literatur
Die Aargauer Gem., 1990, 148 f.
– P. Frey, D. Wälchli, «Früh- und hochma. Siedlungsbefunde in E.», in Argovia 105, 1993, 251-274

Autorin/Autor: Felix Müller