Burma [Myanmar]

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B., das 1943 von den Japanern "befreit" worden war, wurde vom Bundesrat erst 1948 anerkannt, nachdem es mit der ehemaligen Kolonialmacht Grossbritannien ein Abkommen geschlossen hatte. Ein von der Schweiz vorgeschlagenes bilaterales Luftverkehrsabkommen wurde 1960 unterzeichnet. Obwohl sich in Rangun 1957-65 ein Honorarkonsulat befand, waren nie mehr als 27 Schweizer (1963) in B., meist Händler, Ingenieure und einige Missionare. Der z.T. illegale Handel umfasste v.a. Edelsteine, Uhren und Drogen. 1976-87 wurde B. als stabiles und tatsächlich unabhängiges Land angesehen. Die Schweiz beteiligte sich deshalb an Nahrungshilfeprojekten (bilaterale und multilaterale Projekte der FAO oder der Asiat. Entwicklungsbank) und an der Entwicklungszusammenarbeit (Strassenbau, landwirtschaftl. Schulung, Reisanbau und Palmölgewinnung). Die gewaltsame Unterdrückung der demokrat. Kräfte und der ethn. Minderheiten durch das Militärregime führte ab 1988 zu Flüchtlingshilfe-Aktionen und löste auch Debatten über den militär. Einsatz der in den 1970er und 80er Jahren von der Schweizer Firma Pilatus verkauften Flugzeuge aus. Seit 1989 ist der Landesname Myanmar.


Archive
– EDA, Dok.
Literatur
NZZ, 21./22.3.1992

Autorin/Autor: Marc Perrenoud / KMG