07/07/2010 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Rudolfstetten-Friedlisberg

Polit. Gem. AG, Bez. Bremgarten, bestehend aus dem Dorf R. im Taleinschnitt nördlich des Mutschellen und der Siedlung Friedlisberg. 1184-90 Rudolfstetin. 1850 434 Einw.; 1900 438; 1950 755; 1970 2'384; 2000 3'738. Die Klöster Engelberg, Wettingen, Gnadenthal und St. Blasien waren in R. begütert. Die Vogtei ging als habsburg. Lehen im 14. Jh. an die Zürcher Fam. von Schwend, 1438 an Bremgarten. 1415-1798 gehörte R. zur Grafschaft Baden, 1798-1803 zum Kt. Baden, Distrikt Bremgarten, und kam 1803 zum Kt. Aargau. 1966 schlossen sich die Ortsbürgergem. Rudolfstetten und Friedlisberg zusammen. Die Katholiken waren bis 1861 kirchgenössig nach Dietikon, danach nach Berikon. Friedlisberg blieb bei der Pfarrei Berikon, Rudolfstetten trennte sich 1964 davon ab und bildet seither mit Bergdietikon eine eigene Pfarrei. Die Reformierten beider Ortsteile gehören zur Kirchgem. Bremgarten-Mutschellen. R. war ein bedeutender Etappenort an der Strasse vom Reuss- über das Reppisch- ins Limmattal. 1902 erhielt die Gem. mit der elektr. Strassenbahn Bremgarten-Dietikon Anschluss nach Zürich. Bedingt durch die günstige Verkehrslage setzte nach 1960 ein rasantes Wachstum ein. 2000 waren 82% der Erwerbstätigen Wegpendler.


Literatur
Die Aargauer Gem., 1990
R.: Gesch. der Gem., 1993

Autorin/Autor: Anton Wohler