14/08/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Oberwil-Lieli

Polit. Gem. AG, Bez. Bremgarten, auf einer Terrasse im Reusstal am Rand des ehem. Kelleramts gelegen. Die Gem. Oberwil vereinigte sich 1908 mit Lieli zur Gem. Oberwil. Erst seit 1984 nennt sie sich O. 1040 Willare. 1850 544 Einw.; 1900 468; 1910 637; 1950 605; 2000 1'729. Am Standort der heutigen Kirche stiess man auf einen röm. Gutshof. Ferner wurden alemann. Siedlungsspuren entdeckt. 1040 ist das Kloster Einsiedeln in Oberwil begütert, im 12. Jh. die Klöster Engelberg und Muri. Hoch- und Niedergericht lagen bei den Gf. von Habsburg-Laufenburg. Deren Lehen gelangte im 14. Jh. über die Herren von Schönenwerd und Ritter Heinrich Biber 1352 an die Fam. Stagel von Zürich. 1429 kamen die Herrschaftsrechte an Bremgarten. Ab 1415 unterstand Oberwil hochgerichtlich der Stadt Zürich. Die Kollatur (1186 erw.) ging 1303 vom Kloster Engelberg an das Spital Konstanz und 1527 durch Kauf an Bremgarten. Die Pfarrkirche St. Michael (Kirchturm aus dem 11. Jh.) wurde 1445 und 1656 zerstört. Der heutige Bau datiert von 1672-73. Nach dem Rückgang der Rebkulturen ab 1860 sank die Bevölkerungszahl bis 1960, nimmt seither aber dank neuer Wohnquartiere wieder stetig zu. Die Wohngem. orientiert sich nach dem nahen Zürich (seit 2006 Anschluss an die Autobahn A4).


Literatur
Kdm AG 4, 1967
Die Aargauer Gem., 1990, 116 f.
950 Jahre Oberwil/Lieli, 1990

Autorin/Autor: Anton Wohler