08/11/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Eggenwil

Polit. Gem. AG, Bez. Bremgarten. Terrassendorf am Fuss des Hasenbergs am rechten Ufer der Reuss. Um 1160 Egenwilare. 1850 281 Einw.; 1900 219; 1950 270; 2000 669. Der Hof E. mitsamt Kirche ist in den um 1160 verfassten Acta Murensia als Schenkung des Gf. Albrecht II. von Habsburg (gestorben 1140) an das Kloster Muri aufgeführt. Das Niedergericht kam ebenfalls als habsburg. Schenkung an das Kloster Hermetschwil. Nach der Eroberung des Aargaus 1415 wurde E. dem Amt Hermetschwil der Freien Ämter zugeteilt, der Dorfteil oberhalb der Landstrasse der Grafschaft Baden. Die 1064 erw. St.-Laurentius-Kirche wurde nach dem Bildersturm von 1529 neu geweiht, 1683 der Chor erneuert. Seit 1944 besteht die Kirchgem. E.-Widen. 1798-1803 bildete E. mit Widen eine Munizipalität, seither ist E. selbstständige Gemeinde. Im 19. Jh. war bis zum Auftreten der Reblaus der Weinbau die Haupteinnahmequelle. Seit 1945 wird der Gemüsebau in der Reussebene intensiviert. 2000 arbeiteten weniger als ein Fünftel der in E. Erwerbstätigen im 2., mehr als die Hälfte im 3. Sektor. Rund drei Viertel waren Wegpendler, v.a. in den Raum Baden und Zürich.


Literatur
Kdm AG 4, 1967, 188-194
Die Aargauer Gem., 1990, 98 f.

Autorin/Autor: Anton Wohler