Brot für alle

Stiftung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds (SEK) für Entwicklungsdienste mit Sitz in Bern (bis 1995 Basel). B. wurde 1961 unter der Bezeichnung Brot für Brüder (bis 1990) als einmalige Spendenaktion lanciert, 1965-66 sowie 1969-70 wiederholt und 1970 institutionalisiert. Ziel war die Mittelbeschaffung für die Entwicklungsarbeit des Hilfswerks der Evangelischen Kirchen der Schweiz (Heks) und der evang. Missionsgesellschaften sowie die entwicklungspolit. Information und Bildung und die Prüfung von Entwicklungsprojekten. 1969 lancierte B. zusammen mit dem kath. Fastenopfer und Swissaid eine Informationskampagne zugunsten des 4. Rahmenkredits für die Entwicklungszusammenarbeit des Bundes. Seit 1970 besteht eine Arbeitsgemeinschaft von Swissaid, Fastenopfer und B., der 1971 Helvetas, 1992 Caritas Schweiz und 2003 Heks beitraten. Sie betreibt, seit 2005 als Alliance Sud, polit. Lobbying und Öffentlichkeitsarbeit. Zwischen 1978 und 1984 präsidierte B. die Importstelle OS3 (später Claro AG) von 800 Dritte-Welt-Läden. 1994-2001 bestand unter der Bezeichung Evang. Hilfswerke und Missionen (EHM) eine Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen B., Heks, dem Département missionnaire des Eglises protestantes de la Suisse romande (DM-échange et mission) sowie der bis 2000 existierenden Kooperation Evang. Kirchen und Missionen (KEM). Mit der Überführung von B. vom Verein in eine vom Kirchenbund getragene Stiftung wurden 2003 die rechtlich-institutionelle sowie die operationelle Bindung an den SEK gestärkt. Neben anderen Bildungsunterlagen gibt B. im Namen der Ökumene seit 1973 zusammen mit dem Fastenopfer jährlich eine "Agenda" (ab 1999 "Aktionsmagazin") heraus.


Literatur
Jber. Schweiz. Evang. Kirchenbund, 1961-
Jubiläumsztg. "40 Jahre B.", 2001, (Materialstelle B.)
Leben ist für alle da, 2009

Autorin/Autor: Peter Hug