Caritas

C. Schweiz ist ein Sozialwerk der röm.-kath. Kirche der Schweiz mit Sitz in Luzern, gegr. 1901 nach dem Vorbild des 1897 errichteten Dt. C.-Verbands unter der Obhut des Schweizerischen Katholischen Volksvereins (SKVV). Sie führt seit 1919 ein eigenes Sekretariat und wurde 1935 von der Schweiz. Bischofskonferenz zum Organ der Schweizer Katholiken für die gesamte diakon. Arbeit aufgewertet und der Leitung des SKVV, des Schweiz. Katholischen Frauenbunds und des Zentralverbands christl.-sozialer Organisationen unterstellt. Anfänglich widmete sich C. Schweiz der Bedürftigenfürsorge im Inland, ab 1936 der Opferhilfe im Span. Bürgerkrieg. Nach dem 2. Weltkrieg unterstützte sie die Wiederaufbau- und Flüchtlingshilfe für Katholiken in ganz Europa. Ihre Tätigkeit wurde 1948-56 in der Schweiz. Europahilfe, 1956-60 in der Schweiz. Auslandhilfe koordiniert. 1958-60 erfolgte der Einstieg in die aussereurop. Entwicklungshilfe, 1992 der Beitritt zur entwicklungspolit. Arbeitsgemeinschaft von Swissaid, Fastenopfer, Brot für alle und Helvetas. C. Schweiz wird von 15 regionalen C.-Stellen (2002) getragen und ist aktives Mitglied von Caritas Internationalis, einem Netzwerk von 146 nationalen Hilfsorganisationen.


Literatur
– V. Conzemius, «Idee und Gesch. der schweiz. C.», in Vaterland, 11. und 18.12.1976
NZZ, 5.6.2001

Autorin/Autor: Peter Hug