20/08/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Arni (AG)

Polit. Gem. AG, Bez. Bremgarten, am südl. Ausläufer des Heitersberg gelegen. 1983 aus der Trennung der bisherigen polit. Gem. A.-Islisberg entstanden, doch waren die beiden Ortsgem. schon vorher in Steuerbelangen, im Schul-, Bau- und Flurwesen selbstständig. 1184 Arne. 1850 432 Einw.; 1900 434; 1950 397; 2000 1'302 (ohne Islisberg). Einzelfunde aus der Hallstattzeit, Reste eines röm. Gutshofes. Sitz von kyburg.-habsburg. Ministerialen. Güterbesitz der Klöster Frauenthal und Muri sowie des Stiftes St. Leodegar (Luzern). Ab 1415 unter zürcher. Hochgericht. 1410-1798 Niedergericht und Vogtei bei Bremgarten. Die kath. Einw. von A. sind bis heute nach Lunkhofen pfarrgenössig. 1983 Bau der ökumen. Johanneskirche. Neben der Landwirtschaft im 18. Jh. Heimarbeit für Seidenindustrie (Hedingen), im 19. Jh. für Strohindustrie (Wohlen). Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe sank von 50 um 1900 auf 12 im Jahr 1991. Der Siedlungsdruck der Agglomeration Zürich brachte nach 1980 ein rasches Ansteigen der Einwohnerzahl, verbunden mit einer starken Bautätigkeit. 1990 befanden sich 54% der Arbeitsplätze im 3. Sektor.


Literatur
Die Aargauer Gem., 1990, 90 f.
– W. Rüttimann, Dorfchronik A., 1991

Autorin/Autor: Anton Wohler