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Velan, Yves

geboren 29.8.1925 Saint-Quentin (Aisne),gestorben 6.5.2017 La Chaux-de-Fonds, ref., von Bassins. Sohn des Marcel, Architekten, und der Gilberte geb. Lefèvre. ∞ Luisa Chini. Lic. phil. der Univ. Lausanne. V. gehörte zu den Gründern der Zeitschrift "Rencontre" (1950-53) und wirkte auch bei der Gründung des gleichnamigen Verlags mit. Als Mitglied des Parti ouvrier populaire erhielt er im Kt. Waadt Berufsverbot und zog nach La Chaux-de-Fonds, wo er bis zu seiner Pensionierung 1991 am Gymnasium Literatur unterrichtete. 1968-78 lehrte er an der Univ. von Illinois (USA). Ethische Fragen durchziehen sein ganzes Werk. Mit seinen drei sich stark voneinander unterscheidenden innovativen Romanen "Je" (1959, dt. 1963, prix Fénéon und prix de Mai), "La statue de Condillac retouchée" (1973) und "Soft Goulag" (1977, dt. 1980, Grand prix de la science-fiction francophone) erkundete V. die Stellung des Individuums in der Gesellschaft, die Beziehungen zum Anderen und die Rolle der Ästhetik im polit. Engagement. 1990 Grosser Preis der Fondation C.F. Ramuz, 1992 Literaturpreis des Kt. Neuenburg.


Literatur
– J. Vuilleumier, Le complexe d'Amiel, 1985
La revue de belles-lettres, Nr. 3-4, 1992
– Francillon, Littérature 3, 445-456
– P. Antonietti, Yves V., 2005

Autorin/Autor: Pascal Antonietti / BE