Blumenfeld

Ortsteil der Stadt Tengen (D), auf einem Felssporn über dem Bibertal in der Hügellandschaft des Randen am westl. Rand des Hegaus gelegen. 1100 Bluomenvelt (Weihe der Michaelskirche). 1871 282 Einw.; 1950 405; 2002 499. Aus einer ma. Burganlage hervorgegangenes, von den Herren von Blumberg um 1275 gegr. Städtchen. 1488-1806 gehörte die Herrschaft B. mit der Stadt B., den Dörfern Beuren am Ried, Leipferdingen, Watterdingen und Weil der Deutschordenskommende Mainau. Im Schwabenkrieg 1499 wurde B. von eidg. Truppen erobert, geplündert und verbrannt. Die damals zerstörte Burganlage, im 16. Jh. als Schloss wieder aufgebaut, diente bis 1806 als Sitz eines Obervogts der Mainau, 1806-57 als bad. Bezirksamt, danach bis 1864 als Amtsgericht und ist seit 1876 Altersheim. 1973 wurde B. in Tengen eingemeindet.


Literatur
Der Landkreis Konstanz, Bd. 4, 1984
Tengen, hg. von F. Götz, 1991

Autorin/Autor: Franz Götz