No 1

Cherpillod, Gaston

geboren 24.10.1925 Lausanne, gestorben 9.10.2012 Le Lieu, ref., von Vucherens. Sohn des Marcel, Uhrenarbeiters (Lagersteinanfertigers) in Lucens, und der Blanche geb. Clot. ∞ Marianne Ogay, Lehrerin. Lic. phil., bis 1956 Lehrer am Collège classique in Lausanne. C. wohnte dann kurz in Le Locle und ab 1958 westlich von Lausanne. Er schrieb Gedichte, Erzählungen, Romane, Novellen und krit. Essays (u.a. "Ramuz ou l'alchimiste" 1958, "Le chêne brûlé" 1969, "Le collier de Schanz" 1975, "La nuit d'Elne" 1985, "Jules Vallès, peintre d'histoire, essai" 1991). Sein Werk zeichnet eine Kindheit und Jugend nach, die von der Ausbeutung der Lohnarbeiter in der Zwischenkriegszeit geprägt war, und zeugt vom intellektuellen und polit. Engagement des Autors: Mitglied der Schweiz. Partei der Arbeit bis 1959; 1954-56 Lausanner Gemeinderat (Legislative); 1978-85 Gemeinderat von Renens für die Union progressiste. C. kandidierte 1986 bei den Staatsratswahlen auf der Liste der Alternative socialiste verte. 1976 und 1986 Schillerpreis, 1992 Waadtländer Schriftstellerpreis.


Literatur
L'Hebdo, Nr. 6, 1982
Plans-fixes [Video], 1992

Autorin/Autor: Pierre-André Rieben / MF