11/01/2012 | Rückmeldung | PDF | drucken

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Ehem. polit. Gem. GR, Kreis Fünf Dörfer, Bez. Landquart. Seit 2008 bildet S. einen Teil der Gem. Trimmis. S. besteht aus den auf Terrassen hoch über dem Churer Rheintal gelegenen und in sich geschlossenen Fraktionen Valtanna, Untersays und Obersays. 1222 in Seians, 1382 Sayes. 1860 205 Einw.; 1900 161; 1950 126; 2000 153. Um 1000 war S. bereits von Romanen teilkolonisiert (Kloster Churwalden). Ab dem 14. Jh. zogen Walser aus dem Valzeinertal zu und die Alemannisierung setzte ein. Im SpätMA gehörte S. als Teil von Trimmis zur bischöfl. Herrschaft Alt-Aspermont. 1532 erfolgte der Auskauf der Vogteirechte, 1649 der Auskauf aller Lasten. S. wurde 1526 reformiert und gehörte zur Pfarrei Felsberg, 1646 schloss es sich dem ref. Teil von Trimmis an. Seit 1986 besitzt die Gem. eine eigene Kirche. 1512 wurden die Alpweiden am Hochwang unter den in konfliktreicher Nachbarschaft lebenden Bewohnern von S. und Trimmis geteilt, 1861 die Waldungen. 1880 wurde S. eine polit. Gemeinde (bis 2000 Bez. Unterlandquart), doch fehlte es ihr bis zur Fusion an wichtiger Infrastruktur. Eine Güterregulierung gab es nicht. Die Kinder müssen ab der 5. Klasse die Schule in Trimmis besuchen. 2000 war rund die Hälfte der in S. Erwerbstätigen im 1. Sektor beschäftigt.


Literatur
– M. Bundi, Zur Besiedlungs- und Wirtschaftsgesch. Graubündens im MA, 1982
Fs. zur Einweihung der Kirche S. am 28. Sept. 1986, 1986
Gem. GR 2003, 290 f.

Autorin/Autor: Adolf Collenberg