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Necker [-Curchod], Suzanne

geboren 2.6.1737 Crassier,gestorben 15.5.1794 Lausanne, ref., von Lausanne. Tochter des Louis Antoine Curchod, Pfarrers, und der Madeleine d'Albert de Nasse, aus Montélimar (Provence). ∞ 1764 Jacques N. ( -> 3). N. wurde von ihrem Vater in Naturwissenschaften, neuen und alten Sprachen unterrichtet. Ab 1760 arbeitete sie als Gouvernante in Genf, in der Fam. von Madame de Vermenoux, der sie nach Paris folgte. Hier lernte sie ihren zukünftigen Ehemann kennen. Ab 1765 führte N. einen Salon, in dem Literaten, Philosophen und Enzyklopädisten, aber auch Höflinge und politisch einflussreiche Persönlichkeiten verkehrten. Mit prakt. Sinn und organisator. Geschick gründete sie 1778 in Paris ein Hospiz, das vom Geist der Wohltätigkeit und wissenschaftl. Entdeckerfreude geprägt war (heute Hôpital Necker). 1790 zog sie sich mit ihrem Gatten in ihr Schloss Coppet zurück. Sie verfasste zahlreiche Schriften, v.a. "Hospice de charité" (1780) und "Des inhumations précipitées" (1790), von denen manche erst postum veröffentlicht wurden, so "Réflexions sur le divorce" (1794), "Mélanges extraits des manuscrits de Mme N." (1798) und "Nouveaux mélanges extraits des manuscrits de Mme N." (1801).


Archive
– BCUL, Nachlass
Literatur
– H. Lüthy, La banque protestante en France 2, 1961, 371-373
– J.-D. Bredin, Une singulière famille, 1999

Autorin/Autor: Valérie Cossy / GL