• <b>Jean Philippe Loys (de Cheseaux)</b><br>Porträt des Astronomen. Öl auf Leinwand von  Jean-Pierre Henchoz,  1746 (Collection de l'université de Lausanne; Fotografie Claude Bornand). Unter den Büchern hinter dem Porträtierten sind einige wissenschaftliche und philosophische Werke, etwa von Newton, Euklid, Platon oder Archimedes, sowie die "Sacra Biblia" auszumachen.

No 7

Loys, Jean Philippe (de Cheseaux)

getauft 4.5.1718 Lausanne, gestorben 30.11.1751 Paris, ref., von Lausanne. Sohn des Paul-Etienne, Bannerherrn, und der Estienne-Judith de Crousaz. Bruder des Charles-Louis ( -> 2), Enkel des Jean Philippe ( -> 6) und des Jean-Pierre de Crousaz. Ledig. Seine Studien absolvierte L. unter der Anleitung seines Grossvaters mütterlicherseits. 1735 verfasste er seine ersten „Essais de physique“ (1743 in Paris veröffentlicht), im darauffolgenden Jahr liess er in Cheseaux-sur-Lausanne ein Observatorium errichten. Europaweites Renommee als Astronom erlangte er dank seines „Traité de la Comète“ (1744), in dem er sich der Newton'schen Physik anschloss und das Olber'sche Paradox diskutierte, sowie dank seiner an das Observatorium von Paris gerichteten „Nouvelles méthodes de calculer la position des orbites des comètes“ (1748). Aufgrund seiner Höhenberechnungen wurde er zum Mitarbeiter an Kartenwerken des Waadtlands und der Schweiz, die 1749 in den „Mémoires critiques“ seines Verwandten Charles Guillaume L. de Bochat ( -> 1) publiziert wurden. In seinen apologet. Arbeiten versuchte er zu beweisen, dass die wissenschaftl. Beobachtungen in keinem Widerspruch zu den Texten der Offenbarung stünden (u.a. in „Dissertations critiques sur la partie prophétique de l'Ecriture“ 1751). In einem weiteren Werk beschäftigte er sich mit dem Todeszeitpunkt von Jesus (veröffentlicht 1771 von Gabriel Seigneux de Correvon in seiner Übersetzung von Joseph Addisons „The Evidences of the Christian Religion"). Ab 1747 war L. korrespondierendes Mitglied der Akad. von Paris, St. Petersburg, Göttingen und Stockholm sowie der Royal Society von London.

<b>Jean Philippe Loys (de Cheseaux)</b><br>Porträt des Astronomen. Öl auf Leinwand von  Jean-Pierre Henchoz,  1746 (Collection de l'université de Lausanne; Fotografie Claude Bornand).<BR/>Unter den Büchern hinter dem Porträtierten sind einige wissenschaftliche und philosophische Werke, etwa von Newton, Euklid, Platon oder Archimedes, sowie die "Sacra Biblia" auszumachen.<BR/>
Porträt des Astronomen. Öl auf Leinwand von Jean-Pierre Henchoz, 1746 (Collection de l'université de Lausanne; Fotografie Claude Bornand).
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Werke
Mémoires posthumes, 1754 (21777)
Literatur
– M. Paschoud, «L'astronome vaudois Jean-Philippe L. Cheseaux», in Bull. de la Société vaudoise des sciences naturelles 179, 1913, 141-164
Gr. Schweizer Forscher, 21941, 146 f.
– G.A. Tammann, «Jean-Philippe L. de Cheseaux», in Orion 13, 1968, 121-124

Autorin/Autor: Valérie Cossy / CS