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Bourguet, Louis

geboren 23.4.1678 Nîmes, gestorben 31.12.1742 Neuenburg, prot., Franzose, 1710 vom preuss. König eingebürgert. Sohn des Jean, Kaufmanns, und der Catherine Rey, hugenott. Refugianten. ∞ 1702 Susanne Jourdan, Refugiantin. In Zürich, wohin B. ausbildungshalber geschickt worden war, wurde er u.a. von Johann Jakob Scheuchzer unterrichtet. B. unternahm zahlreiche Reisen, v.a. nach Italien, wo er sich mit Hebräisch, Mathematik und den Naturwiss. vertraut machte. Vorübergehend nach seiner Heirat und endgültig 1715 liess er sich in Neuenburg nieder, wo er einen Zirkel von Botanikern, Geologen und Meteorologen um sich scharte. B. war Mitbegründer der "Bibliothèque italique" (1728) und des "Mercure suisse" (1732). Ab 1731 Prof. für Philosophie und Mathematik in Neuenburg, hielt er auch öffentliche, für Frauen zugängl. Vorlesungen. B. war Mitglied der Akad. der Wissenschaften von Paris, Berlin und Cortone (Toskana) und stand u.a. mit Gottfried Wilhelm Leibniz, Johann Bernoulli (1667-1748) und René-Antoine Ferchault de Réaumur in Korrespondenz.


Werke
Lettres philosophiques sur la formation des sels et des cristaux, 1729
Traité des pétrifications, 1742
Archive
– BPUN, Nachlass
Literatur
DSB 15, 52-59
Dictionnaire des journaux, 1600-1789, hg. von J. Sgard, 1991, (Nr. 165, 743, 950)
Biogr.NE 1, 17-22
Dictionnaire des journalistes, 1600-1789, hg. von J. Sgard, 1999

Autorin/Autor: Pascal Antonietti / AL