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Schürpf [Schurff], Hieronymus

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geboren 12.9.1481 St. Gallen, gestorben 6.6.1554 Frankfurt an der Oder, von St. Gallen. Sohn des Johannes, Arztes. Bruder des Augustin ( -> 1). 1498 Magister Artium in Basel, 1502 Dr. iur. an der Univ. Wittenberg, 1504 Rektor daselbst, 1507 Ordinarius iuris civilis in codice. Durch Friedrich den Weisen von Sachsen zum kurfürstl. Rat ernannt, Beisitzer am gemeinsamen sächs. Oberhofgericht in Altenburg und Leipzig. 1536 erster Ordinarius für Pandekten, ab 1547 Ordinarius in Frankfurt an der Oder. Als überzeugter Anhänger der Reformation war S. als Rechtsberater Martin Luthers tätig, mit dem er später brach. Er pflegte regen Kontakt mit Philipp Melanchthon und gehörte zu den berühmtesten Konsulenten seiner Zeit.


Werke
Consiliorum seu responsorum centuriae duae, 1558 (Gutachtenslg.)
Literatur
– F. Elsener, «Die "Jurisprudenz" in der Stiftsbibliothek Einsiedeln», in Gfr. 111, 1958, 61
– W. Schaich-Klose, D. Hieronymus S., 1967

Autorin/Autor: Lukas Gschwend