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Deschwanden, Karl von

geboren 23.4.1823 Stans, gestorben 25.4.1889 Stans, kath., von Kerns. Sohn des Louis Victor, Hauptmanns, Anwalts und Kunstdilettanten. Bruder des Theodor ( -> 8). ∞ 1852 Caroline geb. von D., seine Cousine, Tochter des Niklaus, Anwalts in Stans. Gymnasium in Stans, 1842-44 Rechtsstud. an der Univ. Zürich, hier beeinflusst von Friedrich Ludwig Keller und Johann Caspar Bluntschli. Anwalt in Stans. 1866 Präs. des Polizeigerichts, 1881 des Kassationsgerichts, 1887 des Kantonsgerichts. 1848-49 Redaktor des liberalen "Nidwaldner Wochenblatts", wo er sich u.a. für den Bundesstaat, die Totalrevision der Kantonsverfassung und die Humanisierung des Strafrechts einsetzte. In Stans 1854 Gemeindeschreiber, 1860 Gemeinderat und 1866 Gemeindepräs.; 1862-74 Nidwaldner Landrat. Mitglied der Gesetzeskomm. zur Revision des Nidwaldner Zivilrechts; ein von ihm erarbeiteter Sachenrechtsentwurf (1863) wurde zwar beraten, jedoch nicht in Kraft gesetzt. 1877 Mitglied des Verfassungsrats. 1864 Gründungsmitglied, sodann Präs. des Hist. Vereins Nidwalden. Zahlreiche rechtshist. Veröffentlichungen (v.a. in der "Zeitschrift für schweiz. Recht" und im "Geschichtsfreund"). D. edierte versch. Rechtsquellen Nidwaldens sowie die Eidg. Abschiede 1533-55. Major, Präs. des Offiziervereins Nidwalden. Dr. h.c. der Univ. Zürich. Bedeutender Erforscher der Nidwaldner Rechtsgeschichte.


Literatur
– B. Zelger, Karl von D. und sein Sachenrechtsentwurf für Nidwalden, 1974

Autorin/Autor: René Pahud de Mortanges