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Rive, Georges de

geboren um 1480, gestorben 8.6.1552, von Payerne, ab ca. 1503 Burger von Bern. Sohn des Odet und der Isabelle Bertin. ∞ um 1510 Isabelle von Neuenburg-Vaumarcus, Tochter des Roland. R. trat 1499 in franz. Dienste, erhielt den Rittertitel und wurde als Solddienstunternehmer reich. Um 1520 erwarb er die Herrschaft Prangins. Nach dem Ewigen Frieden von 1516 war er mit seinem Schwager Peter Falck, dem Schultheiss von Freiburg, als Vermittler zwischen der Gräfin von Neuenburg Johanna von Hochberg und den eidg. Orten tätig. Ab 1524 war R. diplomat. Vertreter des Hzg. von Savoyen bei den Eidgenossen und erhielt 1528 die Herrschaften Grandcour, Genolier und Bellerive (VD) als Lehen. Als Gouverneur 1529-52 gelang es ihm, trotz konfessioneller Spannungen und der Nachlässigkeit der Landesherren, die Einheit der Grafschaft Neuenburg zu erhalten.


Literatur
– A. Daguet, «Essai sur Georges de R.», in MN, 1882, 57-64, 100-104, 124-128
– L. Bartolini, Une résistance à la Réforme dans le Pays de Neuchâtel: Le Landeron et sa région (1530-1562), 2006

Autorin/Autor: Lionel Bartolini / CN