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Keith, George

geboren 2.4.1686 Inverurie Castle (Schottland), gestorben 28.5.1778 Berlin, prot.; Sohn des William, eines Gf. und Marschalls aus Schottland, und der Mary Drummond. Ledig. K., Milord Maréchal genannt, war schott. Graf und Marschall. Auf der Seite der Jakobiten, den Anhängern der Stuarts, beteiligte er sich 1745-46 an den schott. Kriegen. Danach trat er in den Dienst Spaniens und gelangte schliesslich 1747 nach Preussen, wo er 1751-54 Gesandter Friedrichs II. in Paris war. 1754-68 wirkte K. als Gouverneur und Generalleutnant des preuss. Fürstentums Neuenburg, wobei er 1765-68 nicht vor Ort residierte. In den kirchl.-polit. Konflikt über die Lehre der Endlichkeit der Höllenstrafen, wie sie ab 1754 durch den Pfarrer Ferdinand-Olivier Petitpierre gepredigt wurde, war er ebenso verwickelt wie in die Auseinandersetzungen, die durch den Aufenthalt seines Freundes Jean-Jacques Rousseau 1762-65 in Môtiers (NE) ausgelöst wurden.


Archive
– BPUN, Nachlass
Literatur
– J. Courvoisier, «Georg K., maréchal d'Ecosse et gouverneur de Neuchâtel, 1754-1768», in RHN, 2007, 59-84

Autorin/Autor: Eric-André Klauser / EJ