15/10/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Ehem. polit. Gem. GR, Kreis Val Müstair, Bez. Inn, seit 2009 Teil der polit. Gem. Val Müstair. L. liegt auf einer Sonnenterrasse links des Rombaches auf 1920 m und umfasste früher den Weiler Lüsai, nicht aber die Talsohle. 1466 Lug. 1835 74 Einw.; 1850 95; 1900 59; 1950 56; 1980 56; 2000 62. Im Zuge des vom Kloster Müstair ausgehenden Landesausbaus wurde L. ab dem 12. Jh. besiedelt. Am Weg über den Pass da Costainas nach S-charl und Scuol, der durch L. führte, befand sich wahrscheinlich eine Säumerstation. Ab dem Ende des 15. Jh. gehörte L. kirchlich zu St. Maria. Um 1530 wurde die Reformation eingeführt. Danach war L. mit der Pfarrei Fuldera verbunden; in den 1820er Jahren hatte es einen eigenen Pfarrer. 1854-2008 war L. selbstständige Gemeinde. Durch den Ausbau der Ofenpassstrasse 1870-72 geriet es noch mehr ins Abseits. Zeitweise gab es in L. Getreideanbau, doch vorherrschend war stets die Viehwirtschaft.


Literatur
– R. Luzzi, L. - Lusai, 1992

Autorin/Autor: Paul Eugen Grimm