16/12/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Grono

Polit. Gem. GR, Bez. Moesa, Kreis Roveredo. Das Dorf liegt auf dem rechten Ufer der Moesa bei der Mündung der Calanca. 1219 de Grono, 1395 de Agrono. 1773 296 Einw.; 1850 517; 1900 484; 1950 528; 2000 916. Die Gem. G. gehörte zum Vikariat und zur Squadra Roveredo. 1799 wurde ein Freiheitsbaum errichtet. G. hing vom Kapitel San Vittore ab und wurde 1521 selbstständige Kirchgemeinde, die Kirche San Clemente, 1219 erwähnt, wurde 1935 und 1978 restauriert. Die Torre Fiorenzana, sehr wahrscheinlich Ende des 12. Jh. erbaut, ist ein fünfstöckiges Haus mit rechteckigem Grundriss. Es gehörte der Fam. de Sacco und war 1406 Schauplatz des Mordes an Alberto de Sacco. Das 1977 restaurierte Haus ist heute im Besitz des Museo moesano. Der Palazzo Togni oder Ca' Rossa (rotes Haus), 1721 erbaut, ist bis 2004 Sitz der Sektion Moesana der Pro Grigioni Italiano gewesen. Die Landwirtschaft ist fast vollständig aus G. verschwunden, aber es gibt versch. Kleinindustrien, sowie eine Klinik. 2000 war weniger als die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung in G. selbst tätig.


Literatur
– G. Tognola «G., antico comune di Mesolcina», in QGI 27, 1957/58, 27-37, 117-122
– E. Agustoni, Guida all'arte della Mesolcina, 1996, 76-93

Autorin/Autor: Cesare Santi / MS