24/01/2005 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Cama

Polit. Gem. GR, Bez. Moesa, Kreis Roveredo, an beiden Ufern der Moesa gelegen, mit den Ortsteilen Al Pont und Norantola. 1219 Camma. 1826 171 Einw.; 1850 214; 1860 272; 1900 250; 1950 254; 2000 474. Im Hochgericht Misox gehörte C. zur mittleren Squadra, kirchlich zum Vikariat Roveredo. Die Pfarrkirche S. Maurizio (1219 erw.) trennte sich 1611 von der Mutterkirche S. Vittore und wurde 1656-62 vergrössert (im Kirchenschiff Tonnengewölbe von 1860). Sehenswert auch die schon 1419 bezeugte Kapelle S. Lucio mit Stuckaturen von 1660 sowie die Schlossruinen Norantola. 1955-75 beschäftigte eine Kleiderfabrik 50 Arbeiter. Seit 1987 existiert eine Metallkonstruktionsfirma. Die meisten Erwerbstätigen arbeiten in Roveredo oder Bellinzona, auch period. Auswanderung in die Deutschschweiz. Bei den Touristen beliebt sind die Grotti von C.


Literatur
– F. Giudicetti, Cenni storici sul Comune di C., 1990
– R. Boldini, «Itinerari artistici del Moesano», in QGI, 1990, 140-152, 247-260

Autorin/Autor: Cesare Santi / CN