Santa Maria in Calanca (Gemeinde)

Polit. Gem. GR, Kreis Calanca, Bez. Moesa. Das Dorf liegt auf einer Terrasse über dem Misox auf 949 m. 1219 sancte Marie in Calanca. 1808 207 Einw.; 1850 206; 1900 163; 1950 202; 2000 111. Gräberfunde aus dem 3. Jh. v. Chr. Im 13. Jh. erwarben die Gf. von Sax von lokalen Adligen den ma. Turm, der mit der Pfarrkirche das Dorf überragt. S. gehörte zur Gem. Calanca, 1796-1851 zur Äusseren Calanca und ist seit 1851 selbstständig. Die seit 1219 bezeugte Pfarrkirche S. Maria Assunta ist die Mutterkirche des ganzen Calancatals und seit dem 17. Jh. Ziel von Prozessionen. Das einschiffige Gotteshaus wird von versch. Stilen geprägt und ist reich an Fresken, Ölbildern und weiteren Ornamenten; der frühere Hochaltar, ein Werk Ivo Strigels von 1512, befindet sich seit 1887 im Hist. Museum Basel. Nur wenige Einwohner sind erwerbstätig: Einige betrieben noch zu Beginn des 21. Jh. Ackerbau und Viehzucht.


Literatur
– A. Bertossa, Storia della Calanca, 1937
– E. Agustoni, Guida all'arte della Calanca, 2005, 31-45

Autorin/Autor: Cesare Santi / PTO