01/09/2003 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Cauco

Polit. Gem. GR, Kreis Calanca, Bez. Moesa. Dorf am linken Ufer des Flusses Calancasca auf 1132 m, auf dem Schuttkegel eines prähist. Bergsturzes gelegen. Zur Gem. gehören auch die Fraktionen Lasciallo, Masciadone und Bodio (GR), das noch bewohnt ist. 1683 ca. 400 Einw.; 1803 149; 1850 120; 1950 92; 1990 30; 2000 37. C. teilte bis 1851 die polit. Gesch. der Squadra di Calanca und wurde dann selbstständige polit. Gem. Die 1497 erstmals erw. Kirche S. Antonio Abate ist seit 1633 Pfarrkirche. Sie wurde 1683 erweitert sowie mit einem neuen Glockenturm ausgestattet und 1978-89 renoviert. In C. standen einige Mühlen und eine Dreherei, in der Gefässe aus Lavezstein hergestellt wurden. Im Ort liegen auch viele aufgegebene Maiensässe. Die Vieh- und Alpwirtschaft war die hauptsächl. Erwerbsquelle der Einwohner. Um ein Auskommen zu finden, waren viele von ihnen zur saisonalen Emigration gezwungen.


Literatur
Kdm GR 6, 1945, 256-264
– H.-R. Pfeifer, «Wenig bekannte Beispiele von ehem. Lavezausbeutung in den südl. Alpentälern», in Minaria Helvetica 9, 1989, 8-54
– D. Giovanoli, Inventario dei maggenghi grigioni, Fasz. 10, 1992

Autorin/Autor: Cesare Santi / GG