31/01/2003 | Rückmeldung | PDF | drucken

Braggio

Polit. Gem. GR, Kreis Calanca, Bez. Moesa. B. liegt auf der linken Seite des Calancatals auf einer Hochebene (1320 m) und ist nur mit einer Luftseilbahn (seit 1961) und auf einem Saumweg erreichbar. 1419 Bragio. 1850 123 Einw.; 1900 108; 1950 98; 1990 54; 2000 62. Als halbe degagna (überdörfl. Nutzungsgenossenschaft) Teil der Gem. Calanca, seit 1851 selbstständig. Die bereits 1611 erw. Pfarrkirche S. Bartolomeo wurde 1633 mit dem Friedhof geweiht. Alpwirtschaft und die Einkommen von kurzzeitigen Auswanderern (Glaser, Harzer) stellten die hauptsächl. Einkünfte B.s dar. Heute wird Landwirtschaft noch von einigen Fam. im Haupterwerb betrieben. 1934 Güterzusammenlegung, 1976 Wiederherstellung der Lawinenverbauungen, 1979 Ortsplanung. Die 1973 endgültig geschlossene Schule dient heute als Jugendherberge.


Literatur
– A. Bertossa, Storia della Calanca, 1937
– C. Santi, «I venditori di ragia della Val Calanca», in Folclore svizzero 78, 1988, 29-38

Autorin/Autor: Cesare Santi / SK