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Gnosca, Ubertino da

Erw. ab 1362 in Claro, wo er wahrscheinlich schon vorher ansässig war,gestorben vor 1407. Sohn des Lanfranco. Auch clericus genannt. G. gelang es, ein ansehnl. Vermögen zu bilden, indem er Grundstücke von Ortsbewohnern, aber auch Zehntrechte insbesondere der Fam. Orelli von Locarno erwarb. Er war auch Einnehmer der Zehnten, die in der Region den Capitanei von Locarno und der Domkirche Mailand zustanden. 1370-75 wurde er von Letzterer mit dem Gastaldenamt von Claro belehnt, das Zehnten, Güter und Herrschaftsrechte über versch. Ortschaften der ambrosian. Täler umfasste. 1374 verliehen ihm die Domherren des Mailänder Domkapitels für ein Jahr die ungeteilte Gerichtsherrschaft im Gebiet von G. und Gorduno.


Quellen
– L. Brentani, L'antica chiesa matrice di S. Pietro in Bellinzona 2, 1934, 103-106
MDT, Ser. 2
Literatur
– K. Meyer, Die Capitanei von Locarno im MA, 1916, 18
– Meyer, Blenio, 9, 154-157

Autorin/Autor: Paolo Ostinelli / RG