Tenigerbad

Kurbad am Eingang des Val Sumvitg in der Gem. Sumvitg GR, auf 1305 m. Rätorom. Bogn Tenigia. Das Bad entstand um die bittersalzhaltige Gipsquelle. Erwähnt wurde es erstmals 1580 als Lehen der Nachbarschaft Sumvitg an Casper Willi. Das Heilbad dürfte jedoch wesentlich älter sein. 1670-78 war es im Besitz des Landrichters Clau Maissen, der 1674 die Kapelle Unserer Lieben Frau zum Schnee errichten liess und die Badestube zum Badehaus erweiterte. 1882 renovierte Alexander Cagienard das Bad, das nun 30 Gäste aufnehmen konnte. 1892-96 wurden zusätzliche Gebäude errichtet, 1905 ein eigenes elektr. Kraftwerk. Ab 1911 im Besitz der Hotel Waldhaus AG, Somvixertal, ab 1914 finanzielle Schwierigkeiten. 1958 Schliessung des Badehotels nach mehreren Renovationen. 1970 erwarb der Deutsche Ernst Ludwig Schulz das Bad, renovierte es aufwendig und eröffnete es 1974, jedoch ohne Erfolg. Ein neuer Wiederbelebungsversuch wurde in den 1990er Jahren durch die Tenigerbad SA unternommen, der ebenfalls scheiterte. Das T. musste 2002 erneut geschlossen werden.


Archive
– KBGR, Slg. A. Pajarola,
Literatur
– K.J. Kuhn, «Der Kurort T. im Somvixertal», in BM, 2008, 3-39

Autorin/Autor: Adolf Collenberg