Finsterwald

Siedlung in der polit. Gem. Entlebuch LU. Gemeindeteil an der Glaubenbergstrasse, Post-, Schul- und Urnenkreis mit (2000) 296 Stimmberechtigten. 1645 Finster waldt. Schule seit 1806, 1908 Schulhaus. 1939 Herz-Jesu-Kirche von Gisbert Meyer mit Chorbild von Alfred Schmidiger; 1958 Pfarrei. F. ist umgeben von den Naturschutzgebieten Mettili-, Geugelhusen- und Fuchserenmoos sowie dem Nesslenbrunnenboden. Dort brachte die Leag AG für luzern. Erdöl 1979-81 eine 5'289 m tiefe Bohrung an. In einer Tiefe von 4'370 m wurde ein ausbeutbares Erdgasvorkommen festgestellt. 1985 begann die Förderung, und in der Folge wurden 74 Mio. m3 Erdgas und 2'400 m3 Kondensat (Leichtöl) verkauft. Das Vorkommen wurde dank der Nähe zur Transit-Gasleitung Holland-Italien erfolgreich ausgebeutet. Im Juli 1994 wurde die bisher einzige ausgeförderte Erdgasquelle der Schweiz wegen Druckabfalls verschlossen. Seit 1996 erinnert auf dem Freizeitplatz Bohrplatte ein Industriedenkmal an die Bohrstelle F.


Literatur
LEAG, Geschäftsber., 1985-94
Kdm LU NF 1, 1987, 76 f.
– E. Waser, Die Entlebucher Namenlandschaft, 1988, 143

Autorin/Autor: Willi Huber