• <b>Louis Reymond</b><br>Porträt mit der Bildunterschrift: "Er hatte keine hohe Stellung inne, aber die Glück bringende Teilhabe an der Gleichheit begründete seine Würde". Kolorierte Radierung von  Benjamin Bolomey,   um 1802 (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann). Aus der von Benjamin Bolomey um 1800 in Gouache angefertigten Porträtserie der Waadtländer Patrioten ist dies das einzige Bild, das auch als Stich publiziert wurde, was vermutlich der grösseren Verbreitung diente.

No 7

Reymond, Louis

geboren 1.11.1772 (Jean Antoine Louis) Lausanne, gestorben 7.11.1821 Lausanne, ref., von Les Bayards. Sohn des Alexandre, Maurers, und der Jeanne Françoise Groux. Ledig. Drucker und Typograf. Gründungsmitglied der Société populaire von Lausanne. Bezirksrichter. Die Waadtländer Revolution von 1798 markierte einen Wendepunkt in R.s Leben. Er war Gründer und Redaktor der vom helvet. Direktorium wegen aufrührer. Artikel verbotenen Zeitschrift "L'Ami de la Liberté" (später "Le Régénérateur"). Im Sept. 1798 verhaftet, wurde R. seiner Ämter enthoben und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Freilassung 1799 war er Rekrutierungshauptmann einer Waadtländer Halbbrigade. Als einer der wichtigsten Anführer des Aufstands der Bourla-Papey 1802 wurde R. in Abwesenheit zum Tod verurteilt, bald aber wieder begnadigt, nachdem er im Okt. 1802 bei Orbe auf der Seite der helvet. Truppen gegen Anhänger des Ancien Régime gekämpft hatte. Ab 1816 litt R. an einer Geisteskrankheit und verbrachte seine letzten Jahre in einer Anstalt.

<b>Louis Reymond</b><br>Porträt mit der Bildunterschrift: "Er hatte keine hohe Stellung inne, aber die Glück bringende Teilhabe an der Gleichheit begründete seine Würde". Kolorierte Radierung von  Benjamin Bolomey,   um 1802 (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).<BR/>Aus der von Benjamin Bolomey um 1800 in Gouache angefertigten Porträtserie der Waadtländer Patrioten ist dies das einzige Bild, das auch als Stich publiziert wurde, was vermutlich der grösseren Verbreitung diente.<BR/><BR/>
Porträt mit der Bildunterschrift: "Er hatte keine hohe Stellung inne, aber die Glück bringende Teilhabe an der Gleichheit begründete seine Würde". Kolorierte Radierung von Benjamin Bolomey, um 1802 (Bibliothèque de Genève, Archives A. & G. Zimmermann).
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Literatur
– F. Hugli, Essai sur la folie du capitaine Louis R., 1982
– L. Chocomeli, Jakobiner und Jakobinismus in der Schweiz, 2006, 157-187

Autorin/Autor: Boris Anelli / BE