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Leyvraz, René

geboren 22.5.1898 Corbeyrier, gestorben 24.11.1973 Genf, ref., ab 1921 kath., von Rivaz. Sohn des Paul, Bauern und Gemeindesekr., und der Laura geb. Pollen. ∞ 1) Alba Dami, Tochter des Alfonso, Lehrers am Konservatorium, 2) Hélène Jegge, Tochter des Joseph, Vertreters. Als Redaktor des "Droit du Peuple" brach L. 1920 mit der sozialist. Partei. Nach seinem Übertritt zum Katholizismus wirkte er 1923-35 sowie 1945-63 als Chefredaktor des "Courrier de Genève", 1935-42 der "Liberté syndicale" und 1940-45 des "Echo Illustré". 1923-40 war er Genfer Grossrat (unabhängige christlichsoziale Partei). Als Verfechter der kath. Soziallehre befürwortete L. in der Zwischenkriegszeit das korporatist. Modell. Er gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Gotthardbunds (1940-42). Nach 1945 versuchte er, in seinen Überlegungen zum Katholizismus Tradition und Erneuerung zu vereinen.


Literatur
– F. Larderaz, René L. (1898-1973), 2 Bde., 1999

Autorin/Autor: Boris Anelli / CN