No 1

Denkinger, Jakob

Konsultieren Sie diesen Artikel auf der neuen HLS-Webseite (Beta-Version)

geboren 1.8.1589 Schönberg (Schwaben), gestorben 19.9.1660 Kreuzlingen, kath. 1614 Profess, 1617 Priesterweihe, 1624 Dekan, 1625 Wahl zum Abt des regulierten Chorherrenstifts Kreuzlingen. Der gebildete D., der als "Vater der Armen" galt, beendete erfolgreich die Reform der Konstitutionen. Seine 35-jährige Amtszeit war geprägt von der Bewältigung der Folgen des Dreissigjährigen Kriegs. Die Schweden versuchten 1633 vom Kloster aus, Konstanz zu erobern, nach ihrem Abzug steckten die Konstanzer am 2.10.1633 das Stift aus Rache in Brand. Erst 1650-53 konnte die Kirche als erster Teil der vollständig zerstörten Anlage wieder aufgebaut werden. 1640 Inkorporation der Propstei Riederen, 1656 Kauf der Vogtei Hirschlatt (beide Baden-Württemberg). Nach dem Westfäl. Frieden verlor das Kloster Sitz und Stimme im Reichstag (letzte Teilnahme D.s 1652) und kam unter eidg. Protektion.


Archive
– StATG, Syllabus 1120-1760
Literatur
– F.X. Staiger, «Beitr. zur Klostergesch. von Kreuzlingen», in Freiburger Diözesan-Archiv, 1875, 572-591
Thurgovia Sacra 2, 1876, 296-301
– E. von Kleiser, «Das alte Kreuzlingen», in ThBeitr. 23, 1883, 64-72
– J.A. Pupikofer, Gesch. des Thurgaus 1, 1886, 266-310

Autorin/Autor: Verena Baumer-Müller