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Dannegger, Johann Baptist

geboren 24.6.1682 Rottweil, gestorben 24.8.1760 Kreuzlingen, kath. 1707 Profess, 1725 zum Abt des regulierten Chorherrenstifts Kreuzlingen gewählt. Unter seiner Leitung erlebte das Kloster eine Blütezeit. D. führte 1734 neue Konstitutionen ein und festigte damit den klösterl. Geist. Unter seiner langen Regierung legten 32 Chorherren die Profess ab. Von seiner klugen Verwaltung zeugen die 1956 aufgefundenen Jahrbücher und seine Bautätigkeit: Wiederaufbau der 1740 abgebrannten Propstei Riederen im Schwarzwald, Schifflände beim Hörnli trotz Widerstand der Konstanzer, Pfarrhaus in Güttingen und zahlreiche Ökonomiegebäude zur Verbesserung der Landwirtschaft. D. wurde als Inhaber der seit 1749 reichsunmittelbaren Herrschaft Hirschlatt, die zu Kreuzlingen gehörte, zu den Reichstagen einberufen.


Literatur
Thurgovia Sacra 2, 1876, 307-313
– P. Marti, «Von den Jb. des Abtes Joh. Baptist D. zu Kreuzlingen, 1725-1760», in ThBeitr. 94, 1957, 5-32

Autorin/Autor: Verena Baumer-Müller