Alt-Falkenstein

Burg in der Gem. Balsthal SO, am Zugang zum Oberen Hauenstein. Ma. Burganlage auf Felssporn der Klus von Balsthal, mit rundem Bergfried über dem Burggraben und mehrgliedrigem Wohntrakt von unregelmässigem, der Felskante folgendem Grundriss. Bauzeit unbekannt (1255 erw.). Name A. erst nach dem Wiederaufbau der zerstörten älteren Nachbarburg Neu-Falkenstein über der Klus von St. Wolfgang um 1375. Wohnsitz der von den Bechburgern abgetrennten Linie der Gf. von Falkenstein. 1324 Besetzungsrecht auf A. an Österreich. Hans von Falkenstein verkaufte 1420 A. mit dem Städtchen Klus um 3'000 Gulden an Solothurn. Ab ca. 1570 Sitz des Landschreibers der solothurn. Vogtei Falkenstein. 1801 Verkauf von Burg und Domäne nach dreimaliger Auktion für 7'500 Fr. an den Rössliwirt Jakob Brunner, Distriktstatthalter in Balsthal. Wechselnde private Eigentümer. A. gelangte 1923 als Geschenk an den Staat Solothurn, wurde 1923-26 restauriert und als Regionalmuseum eingerichtet.


Literatur
– W. Meyer, Burgen von A bis Z, 1981

Autorin/Autor: Peter Kaiser