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Weiss, Franz Rudolf von

geboren 18.7.1885 Lausanne, gestorben 22.12.1960 La Tour-de-Peilz, ref., von Mont-le-Grand (heute Gem. Mont-sur-Rolle), Essertines-sur-Rolle und Bern. Sohn des Rudolf Emil Jules, Bundesgerichtsschreibers, und der Gertrude Bertha Wilhelmine geb. Wehrlitz. Enkel des Béat ( -> 4). ∞ 1945 Hannelore Schultheiss, Deutsche. Schulen in Lausanne, Rechtsstud. in Bonn und Berlin, 1925 Doktor der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Köln. Ab 1914 Mitarbeiter des Eidg. Auswanderungsamts, ab 1917 Beauftragter für fremde Interessen in der Schweizer Gesandtschaft in Berlin, ab 1920 im Schweizer Konsulat in Köln, hier ab 1928 Vizekonsul, ab 1935 Konsul und 1943-50 Generalkonsul. W. wies ab 1941 den Bundesrat auf die von den Nationalsozialisten vorangetriebene Vernichtung der Juden hin. Auch dank seiner Vermittlung wurde 1945 Bad Godesberg (heute Gem. Bonn) vor der Zerstörung bewahrt. Seinem Freund Konrad Adenauer stand W. während der nationalsozialist. Epoche bei und setzte sich dann für gute Beziehungen zwischen der Schweiz und der Bundesrepublik Deutschland (BRD) ein. 1955 erhielt W. das Grosse Verdienstkreuz der BRD.


Archive
– ACV, Dossier SDA
– EDA, Dok.
Literatur
– M. Schmitz, B. Haunfelder, Humanität und Diplomatie: die Schweiz in Köln 1940-1949, 2001
Die Schweiz und Deutschland 1945-1961, hg. von A. Fleury et al., 2004

Autorin/Autor: Marc Perrenoud / RS