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Vieli, Peter

geboren 17.3.1890 Chur,gestorben 11.5.1972 Châteauneuf-Grasse (Provence-Alpes-Côte d'Azur), kath., von Rhäzüns, Cumbel (heute Gem. Lumnezia) und Cazis. Sohn des Peter, Kaufmanns, und der Elisabeth geb. Gissinger. Urenkel des Georg Anton ( -> 4). ∞ Anne-Marie de Pury, Tochter des Hermann-Samuel, Gutsbesitzers in Hauterive (NE). Nach der Kantonsschule Chur und dem Rechtsstudium in Freiburg, München und Bern, wo V. 1916 promovierte, arbeitete er für die Anwaltspraxis von Georg Willi. Danach war er für die Genfer Sparkasse Comptoir d'escompte tätig, bevor er 1918 in das Eidg. Politische Dep. eintrat. 1924-31 wirkte er als 1. Sekr. der Schweizer Gesandtschaft in Rom. Danach wechselte er in die Handelsabteilung des Volkswirtschaftsdepartements, in dem er im Bereich der Clearingabkommen eine entscheidende Rolle spielte. Im Dez. 1937 wurde er Generaldirektor der Schweiz. Kreditanstalt (SKA). 1939-42 und 1944-52 gehörte er dem Vorstand der Schweiz. Bankiervereinigung an. Hier präsidierte er 1939-42 das Komitee Deutschland. 1940 zählte er zu den Unterzeichnern der Eingabe der Zweihundert. Ferner war er 1941 Kassier des von Eugen Bircher geführten und unter dem Patronat des Schweiz. Roten Kreuzes stehenden Hilfskomitees für eine Ärztemission an die Ostfront. 1942 trat er die Nachfolge von Paul Ruegger als Schweizer Gesandte in Rom an, wo er die Beziehungen zu Italien verbessern sollte. Im Sept. 1943 wurde er nach Bern zurückgerufen. Nach seiner Demission im Febr. 1944 kehrte er in die Generaldirektion der SKA zurück, in der er bis 1952 verblieb und in deren Verwaltungsrat er 1952-56 sass. V. war zudem für den Bereich Finanzen des Schweiz. Komitees für die wirtschaftl. Beteiligung am europ. Wiederaufbau, dem sog. Komitee Niesz, verantwortlich, das im Nov. 1943 von den Führern der Grossbanken und Industrieunternehmen gegründet worden war. Nach 1945 hatte er in versch. Wirtschaftsverbänden wichtige Funktionen inne und trug zur Normalisierung der Finanzbeziehungen mit Deutschland bei.


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– EDA, Dok.

Autorin/Autor: Marc Perrenoud / RS