17/12/2013 | Rückmeldung | PDF | drucken

Tenna

Ehem. polit. Gem. GR, Kreis Safien, Bez. Surselva (bis 2000 Bez. Glenner), seit 2013 zusammen mit Safien, Valendas und Versam Teil der neuen polit. Gem. Safiental. Deutschsprachige Weilersiedlung auf der Terrasse am Westhang des Safientales, mit den Fraktionen Ausserberg, Mitte, Innerberg und an der Talstrasse Acla und Egschi. 1398 Thena. 1803 157 Einw.; 1850 162; 1900 130; 1950 141; 2000 79. Einzelfund aus der Bronzezeit. Ehemaliges Alpgebiet von Valendas. In der 2. Hälfte des 14. Jh. siedelten sich deutschsprachige Walser an, wahrscheinlich durch die Werdenberger, die bis 1383 Landesherren waren. Diese verkauften 1398 als Grundherren die Alp genant auff Thena an die dortigen Siedler. Die Kuratkaplanei (Sankt Valentin) gehörte zu Valendas; die Ablösung erfolgte mit der Reformation 1523. Die landesherrl. Rechte lagen 1383-1819 bei der Herrschaft Rhäzüns, die ab 1497 österreichisch war. Innerhalb des Hochgerichts Gruob bildete T. bis 1851 eine eigene Gerichtsgemeinde. Viehwirtschaft und Ackerbau waren die wichtigsten Erwerbsmöglichkeiten. 1885 erfolgte der Bau eines Fahrwegs zur Safierstrasse hinunter. Bis zum 1. Weltkrieg war T. ein bescheidener Luftkurort.


Literatur
Kdm GR 4, 1942, 139-142
Gem. GR

Autorin/Autor: Jürg Simonett