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No 2

Hagenbach [-Bischoff], Eduard

geboren 20.2.1833 Basel,gestorben 23.12.1910 Basel, ref., von Basel. Sohn des Karl Rudolf ( -> 6). ∞ 1862 Margaretha Bischoff, Tochter des Christoph August, Bandfabrikanten. Schulen in Basel. Naturwissenschaftl. Stud. in Basel, Berlin, Genf und Paris, 1855 Dr. phil. in Basel. 1856-72 Lehrer an der Gewerbeschule. 1859 Habilitation, 1862 o. Prof. für Mathematik. 1863-1906 o. Prof. für Physik an der Univ. Basel (1870 Rektor). 1874 Vorsteher der Physikal. Anstalt am Bernoullianum, an deren Gründung H. mitgewirkt hatte. 1867-1910 im Gr. Rat von Basel-Stadt (1873, 1875 und 1885 Präs.). 1877-1908 Erziehungsrat. H., der liberal-demokrat. Anschauungen vertrat, setzte sich für die Einführung des Proporzverfahrens bei den Grossrats- und Nationalratswahlen ein; er hatte auch ein entsprechendes Wahlverfahren vorgelegt, das als Hagenbach-Bischoff-System bezeichnet wurde. 1886 war er Festpräs. des eidg. Turnfestes. Er verfasste bedeutende Arbeiten über die Zähigkeit der Flüssigkeiten, Erscheinungen der Fluoreszenz, die Phänomene der schweiz. Gletscherwelt und die Fortpflanzung der Elektrizität im Telegrafendraht. 1874 Dr. med. h.c. der Univ. Basel.


Archive
– StABS
– UBB, Nachlass
Literatur
– H. Veillon, F.A. Forel «Prof. Dr. Eduard H.-Bischoff», in Verh. SNG 94, 1911, H. 2, 1-17 (mit Werkverz.)
– F. Zschokke, «Prof. Eduard H.-Bischoff», in Basler Jb. 1912, 146-191
– E. His «Eduard H.-Bischoff», in Basler Gelehrte des 19. Jh., 1941, 230-235

Autorin/Autor: Katharina Huber