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Rodels

Polit. Gem. GR, Kreis Domleschg, Bez. Hinterrhein. Strassen- und Haufendorf auf einer Tiefenterrasse rechts des Hinterrheins, das auch Nueins umfasst. Mitte 12. Jh. ad Rautine; rätorom. Roten. 1803 106 Einw; 1850 135; 1900 147; 1950 178; 1970 152; 2000 281. Bronzezeitl. Grabfund im Unterdorf. Im 12. Jh. geschlossene Dorfsiedlung; grosser Meierhof des Churer Domkapitels mit bedeutendem Ackerbau. 1527 Auskauf der Herrschaftsrechte. R. unterstand kirchlich St. Lorenz in Paspels; Mitte des 12. Jh. ist eine Kapelle in R. erwähnt, 1697 die Pfarrkirche St. Christophorus und Jacobus der Ältere. Mit Ausnahme der führenden Fam. Jecklin blieb R. katholisch. Viehwirtschaft und Ackerbau waren die wichtigsten Erwerbsquellen. Bis 1851 Nachbarschaft der Gerichtsgem. Ortenstein (im Boden). Ab 1832 Rheinkorrektion mit Landgewinn in der Talebene. 1883 Querverbindung zur Ital. Strasse, 1895-97 Bau der Talstrasse. 1896 Station R.-Realta der Rhät. Bahn. 1967 kant. Forstgarten, in dem u.a. wertvolles Saatgut für Wälder gewonnen wird. 1980 16% Romanischsprachige, 2000 4%.


Literatur
Kdm GR 3, 1940, 121-127
Gem. GR

Autorin/Autor: Jürg Simonett