22/01/2014 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Vignogn

Ehem. polit. Gem. GR, Kreis Lugnez, Bez. Surselva, seit 2013 mit Cumbel, Degen, Lumbrein, Morissen, Suraua, Vella und Vrin Teil der neuen Gem. Lumnezia. Das Strassendorf (1241 m) liegt am Fuss des Piz Sezner. 1325 Vinanne, 1469 Viends, dt. Vigens (bis 1983 offizieller Name). 1850 199 Einw.; 1900 134; 1950 204; 2000 179. V. war ein frühma. Königsgut und im HochMA Sitz der bischöfl. Ministerialen de Viggun. Das Lehen ging an die von Belmont, und nach 1371 an die von Sax-Misox (bis 1473). 1538 kauften sich die Einwohner vom Bistum Chur los. V. bildete ursprünglich mit Surcasti eine Nachbarschaft und gehörte bis 1697 zur Talkirche St. Vincenz in Pleif (Gem. Vella). Es besass schon 1345 zwei Kirchen, die Kirche St. Florin und die Kapelle St. Gaudentius (ab 1669 Begräbniskirche). Nach 1970 wurden im Bergbauerndorf ein Schulhaus (inzwischen umgenutzt) mit Mehrzweckhalle und Ferienhäuser gebaut sowie eine Gütermelioration durchgeführt. Die Primarschule befindet sich in Vella und Cuschnaus (Gem. Morissen), die Real- und Sekundarschule in Vella.


Literatur
Kdm GR 4, 1942, 242-248
Gem. GR

Autorin/Autor: Adolf Collenberg