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Surcuolm

Ehem. polit. Gem. GR, Kreis Lumnezia/Lugnez, Bez. Surselva. Seit 2009 zusammen mit Flond Teil der neuen polit. Gem. Mundaun. S. gehört geografisch zum Plateau von Obersaxen und wies ursprünglich ein ähnliches Siedlungsmuster mit Weilern und Einzelhöfen um das Kerndorf auf wie andere Ortschaften auf dem Plateau. Die Gem. ist indes rätorom. und kath., Letzteres im Gegensatz zu den Nachbarsiedlungen Flond und Luven. 1570 surgolm, ab 18. Jh. bis 1943 dt. Neukirch. 1850 123 Einw.; 1900 55; 1941 87; 1950 83; 2000 130. Nach dem 11. Jh. vom Lugnez her besiedelt, bestand S. um 1480 aus sieben Höfen, die politisch und wirtschaftlich eng mit Morissen verflochten waren und im 16. Jh. zum Hochgericht Lugnez gehörten. Die 1604 erbaute Kirche St. Georg war bis 1643 Filiale der Lugnezer Talkirche Pleif. Um 1630 trennte sich S. von Morissen, behielt aber eine Weidegemeinschaft bis 1895. Vor 1970 ein typ. Bergbauerndorf mit Ackerbau und Viehwirtschaft, wandelte sich S. zum Tourismusort mit Skigebieten am Piz Mundaun, Herbergen und zahlreichen Ferienhäusern. 1964-92 Gesamtmelioration mit Flond und teilweise Obersaxen. Seit 1989 Schulkonsortium mit Flond. 2005 stellte der 1. Sektor 23% der Arbeitsplätze in der Gemeinde.


Literatur
Kdm GR 4, 1942, 202
Gem. GR
S., 1997

Autorin/Autor: Adolf Collenberg