15/03/2004 | Rückmeldung | PDF | drucken | 

Cumbel

Polit. Gem. GR, Kreis Lugnez, Bez. Surselva. Strassendorf am Eingang des Lugnez. Ca. 825 Cumble, bis 1983 Cumbels. 1850 278 Einw.; 1900 342; 1910 275; 1941 331; 1950 298; 1990 257; 2000 288. Vier vorchristl. Gräberfunde. Ab 13. Jh. als Lehen des Bistums Chur unter der Vogtei der Belmont wie das restl. Lugnez. Das Frauentor bei Porclas erinnert an die angebl. Waffenhilfe der Lugnezerinnen gegen die Werdenberg-Sargans 1352. Bis 1371 übernahmen die Lumbrein die Vogtei, ab 1390 die Sax-Misox. 1538 kaufte sich C. vom Bistum los und bildete mit Peiden und Camuns bis 1851 eine Nachbarschaft. Um 825 wird die Mauritiuskapelle bei Valgronda erwähnt. Die vermutlich anfangs des 16. Jh. erbaute Stephanskirche gehörte bis zur Ablösung 1653 zu St. Vincenz in Pleif (Vella) und wurde 1649-1923 von Kapuzinern besorgt, seither von Weltgeistlichen. Seit 1970 arbeitet C. eng mit Morissen zusammen (1968-97 Gesamtmelioration, seit 1980 Kooperation im Schul- und Vereinswesen). 2000 bot in C. der 3. Sektor über die Hälfte der Arbeitsplätze; mehr als ein Drittel der Erwerbstätigen arbeitete ausserhalb der Gem. 1977 wurde in C. das Lugnezer Altersheim erbaut.


Literatur
Kdm GR 4, 1942, 146-153
– F. Maissen, Historia dalla pleiv da C., 1983
Gem. GR

Autorin/Autor: Adolf Collenberg