11/02/2009 | Rückmeldung | PDF | drucken

Camuns

Ehem. polit. Gem. GR, seit 2002 Fraktion der polit. Gem. Suraua, Kreis Lugnez, Bez. Surselva. Bestehend aus den Höfen C. mit Kirche und ehemaligem Schulhaus, Runs (seit 1903), Sutscheins und Masauns, beidseits des Val da Pala da Tgiern (Lawinenzug) auf Terrassen abseits der Talstrasse. 1543 Gamundtz. 1850 77 Einw.; 1941 128; 1990 45; 2000 60. Lehen des Bistums Chur unter der Vogtei der Belmont bis 1371, der Sax-Misox bis 1478. Kirchlich bis 1528 zu St. Vincenz in Pleif gehörig, dann zu Surcasti. Seit 1691 eigene, bis 1921 von Kapuzinern besorgte Pfarrei. Die Kirche wurde 1704 Johannes Evangelista und Antonius Abt geweiht. Die nach 1805 abgegangenen Höfe Cresta und Caglia gehörten wie Runs zu Uors, waren aber in C. kirchgenössig. 1538 Auskauf der bischöfl. Rechte, Nachbarschaft mit Peiden und Cumbel bis 1851. Die finanzschwache Bergbauerngemeinde ist stark von der Abwanderung betroffen. Seit 1970 Schul-, Kultur- und Kultusgemeinschaft Suraua mit Uors-Peiden, Tersnaus, Surcasti. Die Gesamtmelioration wurde um 1999 abgeschlossen.


Literatur
Kdm GR 4, 1942, 143-145
Gem. GR
– M. Derungs, «Il vitg da C.», in Gasetta Romontscha, 17.8.1991

Autorin/Autor: Adolf Collenberg