No 18

Dubois, Paul

geboren 28.11.1848 La Chaux-de-Fonds, gestorben 4.11.1918 Bern, ref., von La Chaux-de-Fonds. Sohn des Charles-Ulysse, Uhrmachers, und der Marie-Luise geb. Geiser. D. verlor als Sechsjähriger den Vater und wurde von zwei Tanten erzogen. Gymnasium in Genf, Medizinstud. in Bern. Ab 1876 prakt. Arzt in Bern. D. interessierte sich für Elektrologie und präsidierte 1902 den internat. Kongress für Elektrologie. Ab 1902 ao. Prof. für Neuropathologie der Univ. Bern. D. wandte sich später vermehrt den psychosomat. Krankheiten zu und erwarb sich einen internat. Namen als Psychotherapeut. Seine Methode der Persuasion (Therapie durch Überzeugung) wurde bekannt, und er behandelte in bern. Spitälern zahlreiche in- und ausländ. Patienten. Seine Werke über Psychoneurosen und Psychotherapie erlebten mehrere Auflagen und Übersetzungen.


Werke
Die Psychoneurosen, 1905
L'éducation de soi-même, 1908 (dt. 1909)
Literatur
– C. Müller, «Paul D. und die Entwicklung der Psychotherapie», in Schweiz. Archiv für Neurologie und Psychiatrie 78, 1956, 390-393
– C. Müller, "Sie müssen an Ihre Heilung glauben!" - Paul D. (1884-1918), 2001

Autorin/Autor: Christian Müller