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Bunge, Gustav von

geboren 19.1.1844 Dorpat (Russland, heute Tartu, Estland), gestorben 5.11.1920 Basel, prot. Sohn des Alexander, Botanikers, und der Elisabeth Karolina geb. von Pistohlkors. Ledig. Stud. der Chemie und Mathematik in Dorpat, 1874 Promotion sowie Habilitation für Physiologie. Medizinstud. in Strassburg und Leipzig, 1882 Dr. med. in Leipzig. 1885 ao. Prof., 1886 o. Prof. für physiolog. Chemie in Basel. 1887 erschien die erste Auflage seines Hauptwerks "Lehrbuch der physiolog. und patholog. Chemie". B. gilt als Wegbereiter der Vitaminforschung. Als Sozialhygieniker und Abstinenzler war B. im wissenschaftl. Denken antimechanistisch. Er wandte sich gegen Zivilisationskrankheiten, setzte sich für das Frauenstudium ein und wurde durch seine Arbeiten zur Abstinenz und Milchforschung populär. 1890 Ehrenbürger von Basel.


Archive
– UBB, Nachlass
Literatur
– G. Schmidt, Das geistige Vermächtnis von Gustav von B., 1973

Autorin/Autor: Caroline Jagella Denoth