Pottasche

P. (Kaliumcarbonat) ist ein leicht wasserlösliches weisses Pulver, das v.a. zur Herstellung von Glas, zur Gewinnung von Salpeter, in der Färberei und Seifensiederei sowie als Dünger verwendet wurde. P. liess sich durch das Auslaugen von Holz- und Pflanzenasche gewinnen. Diese Lauge wurde anschliessend in Töpfen eingedampft (pötten). Da die Herstellung von P. holzintensiv war, wurde diese bis ins 20. Jh. hauptsächlich in Waldgebieten Europas, Russlands und der USA betrieben. In kleinen Mengen produzierte man P. auch in der Schweiz, so in der Region des Brienzer- und Thunersees, in Appenzell Ausserrhoden und in Basel, oft in Verbindung mit Salpetersiedereien. Im Verlauf des 19. Jh. wurde P. aufgrund des Holzmangels immer teurer und deshalb häufig durch Soda ersetzt.


Literatur
– P. Michel, «Die P.n-Sieder von Böningen», in Jb. vom Thuner- und Brienzersee, 1980, 63-69
– E. Weinberger, Waldnutzung und Waldgewerbe in Altbayern im 18. und beginnenden 19. Jh., 2001

Autorin/Autor: Stephanie Summermatter