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Oberhelfenschwil

Polit. Gem. SG, Region Toggenburg, zwischen Thur- und Neckertal gelegen. Die Gem. umfasst neben dem Dorf O. am Südhang eines Sattels die auf der Ost- und Westseite der Wasserscheide verstreuten Ortsteile Wigetshof, Oberwil, Metzwil, Wasserfluh, Rennen, Winzlisau, Utenwil, Schwanden und Füberg. 882 Helfoltiswilare, 1515 Oberhelfenschwil. 1827 1'196 Einw.; 1850 1'872; 1900 1'079; 1950 982; 2000 1'456. Entlang dem Höhenzug wurde das Gemeindegebiet früh von Alemannen besiedelt. Die Fürstabtei St. Gallen, die Gf. von Toggenburg und das Kloster Alt St. Johann verfügten über Grundbesitz in O. Die gräfl. Güter fielen 1468, die übrigen 1555 an die Fürstabtei St. Gallen und O. wurde dem Gericht Neckertal zugewiesen. In der Gem. befand sich die Burg Füberg, an die heute nur noch der Flurname erinnert. Die Burg Rüdberg an der Thur bei Laufen und die 1270 erw. Neu-Toggenburg über der Passstrasse Wasserfluh sind beide zu Ruinen zerfallen. Die helvet. Verfassung teilte 1798 die Gem. Krinau O. zu, 1803 wurden die beiden Ortschaften wieder getrennt und die polit. Gemeinden O. und Krinau gebildet. 1874 trat O. die Gebiete St. Loretto, Hof und Blatten an Lichtensteig ab. 1831-2002 gehörte O. zum Bez. Neutoggenburg. In der 1336 erw. Kirche St. Maria, Dionys und Jakobus wurde ab 1528 ein ref. Gottesdienst abgehalten, seit 1534 wird sie paritätisch genutzt. Das Hauptmerkmal der Wirtschaftsstruktur des nebelarmen Höhenkurorts liegt in der Ausgeglichenheit von Land- und Forstwirtschaft, Tourismus (Camping, Ski), Gewerbe, Dienstleistungen (Pflege- und Kurzentrum) und Kleinindustrie (v.a. Bau- und Metallindustrie). Seit 1849 führt bei Aachsäge eine gedeckte Holzbrücke über den Necker. 2005 schlossen sich O., Brunnadern, Mogelsberg und ein Teil von Ganterschwil zur Schulgemeinde Neckertal zusammen.


Literatur
– H. Büchler, Das Toggenburg in alten Ansichten vom 17. bis 19. Jh., 1975
– J. Kalousek, 1100 Jahre O., 1982

Autorin/Autor: Hans Büchler