Louis d'or

Franz. Goldmünze zu ursprünglich 6,75 g und 22 Karat. Der L. wurde 1640 von Kg. Ludwig XIII. nach dem Vorbild der span. Pistole (Duplone) eingeführt und war bis zur Franz. Revolution die wichtigste Goldmünze in West- und Mitteleuropa. Der L. zeigt auf der Vorderseite stets das Bild des Königs, während die Darstellungen der Rückseite sowie das Gewicht und der Feingehalt mehrfach änderten. Er gelangte nach 1640 in grossen Mengen in die Schweiz, wo er tarifiert wurde und auch in Funden auftaucht. Ende des 18. Jh. wurde der L. von mehreren Orten unter der Bezeichnung Duplone nachgeahmt, so in Solothurn 1787, in Bern 1793, in Luzern 1794 und in Basel 1795.


Literatur
Dictionnaire de numismatique, hg. von M. Amandry, 2001, 344 f.

Autorin/Autor: Daniel Schmutz