Bluzger

In den Drei Bünden meistverbreitete kleine Scheidemünze, vielleicht vom alemann. blutt (nackt, schwach, weich, zart) abgeleitet. Im 16.-18. Jh. wurde der B. vom Bf. und von der Stadt Chur, im 17.-18. Jh. von der Herrschaft Haldenstein und 1724-25 von der Freiherrschaft Reichenau ausgegeben und 1738 von Appenzell Innerrhoden illegal kopiert. Wegen seiner schlechten Qualität stand er häufig in Verruf. Aufgrund des Kreuzes auf der Rückseite konnte der B. mit dem Kreuzer von höherem Wert verwechselt werden. Noch 1807-42 gab der Kt. Graubünden B. oder ein Sechstel Batzen aus.


Literatur
– F. Burckardt, «Münznamen und Münzsorten», in Schweizer Münzbl. 4, 1954, 80
Idiotikon 5, 299 f.

Autorin/Autor: Olivier Frédéric Dubuis / SK