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Zschokke, Emil

geboren 5.6.1808 Aarau, gestorben 10.3.1889 Aarau, ref., von Ueken, ab 1833 von Lausen. Sohn des Heinrich ( -> 7). Bruder von Alfred ( -> 2), Peter Olivier ( -> 9) und Theodor ( -> 11). ∞ 1833 Marie Elise Offenhäuser, Tochter des Franz Ludwig, Pfarrers. Ab 1827 Stud. der Theologie in Lausanne, Genf und Berlin. 1830-32 Vikar in Zofingen, 1832-38 Pfarrer in Lausen, 1838-45 in Liestal, 1845-48 in Kulm und 1849-86 in Aarau. Z. kämpfte unbewaffnet im Aug. 1833 mit aufständ. Landschäftlern gegen die der Stadt Basel treuen Reigoldswiler. Er engagierte sich im jungen Kt. Basel-Landschaft u.a. im Erziehungsrat und erarbeitete das erste Schulgesetz von 1835. Zeitlebens setzte er sich für den Zusammenschluss der Lehrerschaft zum Zweck der Fortbildung und für das Volksbildungswesen ein. 1851 unterstützte er die Gründung der späteren Irrenanstalt Königsfelden. Z. verfasste u.a. die "Geschichte der Entstehung des Kt. Aargau" (1853) und die romant. Dichtung "Der hl. Gral" (1872).


Archive
– Teilnachlässe in: KBAG und StAAG
Literatur
ADB 45, 446-449
– K. Gauss, Basilea reformata, 1930, 168
– K. Tschudin et al., Lausen, 1963, 83-89
– M. Locher, Den Verstand von unten wirken lassen, 1985

Autorin/Autor: Dominik Wunderlin